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Philipp Fankhauser

Band: Philipp Fankhauser

Album: I’ll Be Around

VÖ: 16.03.2018

Label: Membran / Membran

Website: www.philippfankhauser.com/

„Ich stehe auf der Sonnenseite des Lebens!“ sagte Philipp Fankhauser kürzlich. Tatsächlich: mit dreizehn Jahren behauptete er, er würde mal Bluessänger werden. Heute, vierzig Jahre später, hat er eine dreißig jährige Karriere als erfolgreicher Bluessänger hinter sich. „Ich habe unheimlich viel erlebt in diesen drei Jahrzehnten und es ist ja noch nicht fertig. Ich bin sehr dankbar für alles!“

„Es ist unheimlich, wie schnell die Jahre vergangen sind. Aber glücklicherweise, wenn ich gesund und munter bleibe, kann ich vielleicht nochmals so viele machen“ sagt Fankhauser.

„I’ll Be Around“, so der Titel des 15. Philipp Fankhauser-Albums, ist also nicht nur ein Versprechen, sondern auch Ausdruck seiner Hoffnung, dass es so sein wird. „Das neue Album und das kommende Jahr 2018 sind also so etwas wie ein Startschuss zum Jahr eins meiner zweiten musikalischen Lebenshälfte“.

Und das neue Album hat es in sich, das darf unbescheiden gesagt werden. Es präsentiert  einen gereiften, sicheren und sehr relaxten Philipp Fankhauser. Die Musik ist neu, aber eben nicht nur. Es ist ein Bluesalbum, aber eben auch ein Soulalbum. Es ist irgendwie Retro, aber doch sehr modern und aktuell. Und es ist authentisch und aus einem Guss. Es zeugt von guter, alter Handarbeit und von Philipps endlos talentierter Band, welche die Musik live im Studio eingespielt hat. „Die meisten der 15 Songs sind First Takes. Auch mein Gesang!“ sagt Fankhauser, nicht ohne Stolz. „Wir haben nicht rumgewerkelt und nicht gebastelt, einfach gespielt. Noch nie hatten wir so viele gute Songs zur Verfügung für ein Album und jeder einzelne hat einfach gepasst und meine Band und die beiden Produzenten haben jedem ein eigenes Leben eingehaucht!“

Die sechsköpfige Bläserfraktion um Tom „Bones“ Malone und die drei Sängerinnen aus Muscle Shoals, Alabama, liefern das „icing on the cake“ – die Krönung des Albums!

Nicht zu unterschätzen ist der Umstand, wie es überhaupt zu diesem Album gekommen ist: im Dezember 2016 nach seinen Wünschen gefragt, was denn seine Vision für ein neues Album sein könnte, hatte Philipp Fankhauser eine blitzschnelle und glasklare Antwort parat: “Ich möchte nach sieben Jahren (seit “Try My Love“) wieder mit Dennis Walker arbeiten. Und ich möchte ihn mit Wolf Stephenson, dem Produzenten meines Lieblingslabels Malaco Records in Jackson, Mississippi, zusammenbringen. Und am liebsten täte ich grad in den Malaco Studios in Jackson aufnehmen!“

Gesagt, getan! Anfangs Juli 2017 flogen Philipp und seine Band nach Jackson. Das Resultat ist das 15. Philipp Fankhauser Album „I’LL BE AROUND“!

 

Rückblick auf meine Anfänge
1988 stellte Christoph Schwegler in der Sendung „Black Music Special“ auf DRS 3 eine Stunde lang das Label Malaco aus Jackson, Mississippi vor. Ich war sofort begeistert vom neuen Sound der Songs, den Arrangements und dem „Soul“ des Labels und machte mich sofort auf die Suche nach Malaco CDs.
Derweil ich viele Malaco-Künstler schon kannte und liebte, etwa Bobby „Blue“ Bland, Little Milton und Denise LaSalle, eröffnete sich mir eine ganz neue musikalische Welt. Der Blues nicht „nur“ als 12-Takte und drei-Akkorde-Musik, sondern balladeske Songs, mit Gospel-, Soul- und R&B-Einflüssen. Die Superstars des „Southern Soul Blues“ waren Johnnie Taylor, Benny Latimore, Z.Z. Hill, Tyrone Davis, Buddy Ace, Dorothy Moore und viele mehr. Dank ihrer Musik, begann ich die Bluesmusik neu zu verstehen. Blues war nicht nur „immer das Gleiche“. Die Malaco-Geschichten waren nicht immer „nur“ traurig und zum Weinen. Es waren schöne Geschichten die das Leben schrieb und immer noch schreibt.

Members Only
Wolf Stephenson und Tommy Couch – die Gründer von Malaco - holten Bobby „Blue“ Bland 1985 zu Malaco und produzierten mit „Members Only“ die ultimative Hymne des „Southern Soul Blues“. Zehn Jahre später nahm ich Members Only für mein fünftes Album „On Broadway“ auf. Dennis Walker war der Produzent.

Dennis Walker
Dennis Walker war DER Bluesmusik-Produzent der achtziger Jahre. Er entdeckte nicht nur Robert Cray, er schrieb auch dessen grösste Hits: Right Next Door (Because of Me), Don’t Be Afraid of The Dark, I Guess I Showed Her und Midnight Stroll.  Im Frühling 1994, als ich mit Johnny Copeland in Los Angeles einen Konzertauftritt hatte, läutete ich an Walker’s Türe und fragte, ob er ein Album mit mir produzieren würde. Zu meiner grossen Freude sagte er ja und wir produzierten ein Jahr später in Los Angeles und Memphis mit Musikern der Robert Cray Band und den legendären Memphis Horns.
„On Broadway“ erschien 1995 und war mein erstes kommerziell erfolgreiches Album. Deutlich erkennbar ist darauf meine Lust, mich vom eher traditionellen Zwölftakt-Blues etwas weg und zum Malaco beeinflussten Blues mit Soul-Einflüssen hin zu bewegen.
Während meinen USA-Jahren bis zum Jahr 2000 hatte ich zeitlich und auch finanziell die Möglichkeiten nicht mehr, ein weiteres Album mit Walker zu produzieren. So nahm ich 1999 „Welcome To The Real World“ und dann 2003, wieder zurück in der Schweiz, „Live So Damn Cool“ als Eigenproduktionen auf.
Erst 2005, zehn Jahre nach On Broadway, führte Dennis Walker wieder die Produktion. 2006 erschien „Watching From The Safe Side“, welches mich das erste Mal in die Top 20 der offiziellen Schweizer Charts führte und über 20'000 Einheiten verkaufte. Der Walker Song „Too Little Too Late“ wurde nach „Members Only“ mein zweiter Konzert-Hit. 2008 dann das dritte Walker Album „Love Man Riding“, welches mit über 30'000 verkauften Einheiten mit Platin ausgezeichnet wurde.
Never change a winning team und so war 2010 Dennis Walker auch bei „Try My Love“ wieder Produzent und steuerte meinen bis heute grössten Hit „Try My Love“ bei. Try My Love ist mein erfolgreichstes Album bis jetzt.

Wolf Stevenson & Malaco Records
Alle paar Jahre führe ich eine Harley-Davidson Reise durch die Südstaaten der USA, die „Harley Blues Cruise“. Im Jahr 2001 führte uns ein Motordefekt an einer Maschine zu einem Harleyhändler in Jackson, Mississippi, welcher uns Beschied, dass die Instandstellung gute fünf Stunden dauern würde. Auf der Suche nach einem „Ersatzprogramm“ für meine Gruppe, rief ich bei Malaco an und fragte, ob wir auf eine Besichtigungstour vorbeikommen dürften. Wolf Stephenson persönlich erwartete uns am Eingang und nahm sich volle zwei Stunden Zeit, um uns alles zu zeigen. Zum Abschied schenkte er uns allen CDs und lud mich ein, in Zukunft jederzeit bei ihm Halt zu machen. So wurde der Besuch bei Malaco in Jackson, Mississippi zu einem fixen Programmpunkt.
Bei meinem letzten Besuch im Jahr 2016, sagte mir Wolf Stephenson, dass Malaco daran denke, sich für „Fremdaufnahmen“, also für  Künstler die dann nicht unbedingt auf Malaco erscheinen werden, zu öffnen. Und es täte ihn sehr freuen, mich im Malaco Studio aufzunehmen.
Und so fing ich an, immer öfter an diese Möglichkeit zu denken: die Kombination von Dennis Walkers und meinen neuen Songs, der Sound und die Magie des Malaco Recording Studios, die Energie meiner Musiker und die Möglichkeiten von Gastmusikern  aus dem Malaco „Fundus“, sowie Wolf Stephensons Erfahrung als Tonmeister, überzeugten mich als die logische Weiterführung der vier Walker-Alben On Broadway, Watching From The Safe Side, Love Man Riding und Try My Love

Gigs

27.04.2018 — Euskirchen, Deutschland — Casino
28.04.2018 — Baden-Baden, Deutschland — Blues Club (Löwensaal)
30.04.2018 — Salzburg, Österreich — Rockhouse
03.05.2018 — Hamburg/Norderstedt, Deutschland — Blueswerk
04.05.2018 — Wangen, Deutschland — Jazz Point
06.05.2018 — Todtmoos, Deutschland — LaQuinta Scheune
07.05.2018 — Schopfheim, Deutschland — St. Agathen
10.05.2018 — Bad Homburg a.d.Höhe, Deutschland — Speicher-Kultur
11.05.2018 — Rheda-Wiedenbrück, Deutschland — Orangerie
12.05.2018 — Stuttgart, Deutschland — Laboratorium
16.05.2018 — Aschaffenburg, Deutschland — Colos-Saal
17.05.2018 — Bad Kissingen, Deutschland — Max-Littmann Saal
18.05.2018 — Helmbrechts, Deutschland — Bürgersaal
20.05.2018 — Vilsbiburg, Deutschland — Mitanand Fest
26.05.2018 — Hard, Österreich — Kammgarn

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